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LSAP 2000 FINISSAGE Am Wachtberg / Gars am Kamp
Helene und Dieter Graf vom
Wachtberg
haben es mir ermöglicht, mein Projekt "WALDRAUM" in einem einwöchigen Arbeitsprozess im Wald zu verwirklichen.
"WALDRAUM" Hermine Ritter (A)
"Ein Waldstück, als Teil der Umwelt wird definiert und bildet die Basis für mein künstlerische Projekt. Der Betrachter wird vom Raumerlebnis bis zum Detail, oder umgekehrt, gelenkt. Die Rindenstruktur des ausgewählten Waldstückes bildet die Grundlage, sowohl als Bildträger, Vorgabe, Inspirationsquelle, als auch als Bildelement. die Zeit und die Witterung verändern das Kunststück und der ursprüngliche Zustand wird allmählich wieder hergestellt.
"HAIKO" Kyoko Adanija - Baier (Jap/A)
Die biene taucht ins orangerot
der blüte -
treibt sie der duft empor ?
"ÖSSZETARTOZAS" (Trinität) Erika Illes (H)
Dreifaltigkeitsdarstellung aus Schilf studierte von 1990 - 95 Malerei bei Dora Maurer und Bildhauerei bei Lovanovics György. Beteiligung am Symposium in Rügen (D) und an der Salzburger Sommerakademie.
"SYNERGIE DER DISZIPLINEN" Udo Wid (A)
Hinweisschild auf seine in Siebenhirten Friedersbach befindlichen Räume;
"SCHUTZRINDE" Eva Wolfsberger (A)
Dem Verlauf der Baumgabel folgend teilt sich das Hanfgewebe, spaltet sich, lappt im Spalt aus, nimmt Moos vorweg. Dieses Textil wird dem Wechsel der Jahreszeiten und der Witterung ausgesetzt sein, Platz bieten für eine Kolonie von Kleingetier und Pflanzen, wird eins werden mit dem Baum.
"AMEISEN - DOM" Günther Wolfsberger (A)
Den ameisentypischen Formen angelehnt bietet das gewölbte Drahtgitter dem fleißigsten der Waldtiere zumindest mechanischen Behausungsschutz. Die Zwischenräume der Gitterkuppel erlauben den Transport von Tannen- und Fichtennadeln von draußen nach innen und umgekehrt. Kuppeln haftet etwas sakrales an, noch dazu im Wald, den man der Gotik Vorbild nennt.
"DURCHGANG2" Dieter Graf (A)
Die Bretter betonten einen fiktiven Raum, der durch die strenge der Elemente hinweist, wie im tatsächlichen, natürlichen Raum die Tunnelhaftigkeit durch von sich aus unwillkürlich gewachsenen Bäumen entsteht
"WELTMOBILE" Maja Pogacnik (Slo/D)
Die Welt wird von zwei Grundkräften beherrscht: der stetigen Veränderung einerseits ("alles fließt") und dem Streben nach Gleichgewicht andererseits. Da alles mit allem in Verbindung steht, hat jeder Einfluss auf einen Teil des Ganzen, Auswirkungen auf andere Teile. Da gesamte System bleibt aber, von außen betrachtet, im wesentlichen unverändert.
Das Mobile ist, von diesem Gedanken ausgehend, ein Abbild der Welt. Zwei wesentliche Merkmale unterscheiden das Modell allerdings vom Original: zum Einem die Möglichkeit, es real von außen betrachten zu können, zum Anderen die Tatsache, dass es als System im System selbst ein Teil des Ganzen wird und daher nicht nur sich, sondern auch als Ganzes dem ewigen soviel von Veränderung und Gleichgewicht unterliegt.
"BÜHNE IM WALD, FOTOBÜCHER" Iris Andraschek - Hubert Lobnig (A) Auf einer Waldlichtung (nicht benützter Weg) steht eine Art Bühne aus altem grau-silbrigem Trennholz. Auf diese 4x4 m große Bühne ist eine kreisförmige Malerei sehr leuchtstark aufgetragen. die Vorlage dazu entstammt einem der vielen Ausmalbücher unserer Tochter aus dem Hofer Kaufhaus (mandala). Auch die Farbwahl ist ihre. Der Aufbau kann genauso als Bildobjekt oder als Hubschrauberlandeplatz gelesen werden.
Über der Bühne hängen 3-5 Fotobücher, die traumartige Szenen zeigen: Badeszene in einer Sandgrube, Waldszenen. Holzfäller, Mann im Wald etc. Bei den Büchern handelt es sich um eine Annäherung an storyboards, (Drehbücher für fiktive Filme), -könnte natürlich auch ein Theaterstück für die Wald-Bühne sein. Die Handlungen in den Büchern werden durch die Bühne zusätzlich theatralisch aufgeladen.
"BLUTSTROPFEN" Eva Eder (A)
schuf im Vorjahr eine Arbeit für den Wachtberg mit dem Titel "süße Kindheit" (handelt von Kinderängsten und Neurosen und Ursachen): 2 Kinderwägen mit Kleister und Honig beschmiert, wurden am Waldrand aufgestellt - Fliegen, Wespen blieben kleben - Leute zerstörten die Installation böswillig. Die Antwort darauf beim heurigen Symposium: 2 Metallblutstropfen, die scheinbar knapp über dem Boden schweben.
"ALICE IN WONDERLAND" Kyra Munk (SK)
after being in the city for a long time before, I felt certain joy and freedom, relaxed to dome to woods in wachtberg-austria. But this "freedom" is questionable. Suddenly a thought appeared to me: "If I would have wings, I would fly to be free". Originally I wanted to create "Ikarus' wings" (greek mythology), this would express my feelings here. Then, later on I relized absurdity of such flying and my object turned to be a bird, whose size changed as in "fairy tails" (Alice in wonderland) and for a moment (we can dream).....I was in wonderland.
"DAS URTEIL" Savio (A)
"Das Urteil" ist die logische Ergänzung und Vollendung der "Selbstgerechten" (Installation aus 1998): Die Selbstgerechten sind in einem Halbkreis aufgestellt und der Betrachter steht quasi als Angeklagter im Mittelpunkt. ich überlasse es jedoch dem Betrachter, sich als Angeklagter zu fühlen oder innerlich diesen vorwurfsvollen, schreienden Blicken der "Holzköpfe" zu widerstehen. gerade in einer Zeit der sprachlichen Radikalisierung und Vorverurteilung in der Politik gewinnt diese Arbeit an Aktualität, wobei mein ursprünglicher Gedanke nicht politischer, sondern vielmehr persönlicher und zwischenmenschlicher Natur war und ist. "Das Urteil" soll zum Denken anregen, was durch Vorverurteilung und Voreingenommenheit unter Menschen ange-richtet werden kann.
Hier einige Bildbeispiele.....
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